Die Ausgrenzung von Hautkranken

Die Ausgrenzung von Hautkranken 2017-07-24T17:00:30+00:00

Ein besonderes Anliegen ist es mir, für mehr Verständnis für Menschen mit Hautproblemen zu werben. Die Krankheit allein ist Belastung genug, ich wünsche mir einen respektvollen Umgang – auch mit dem, was anders aussieht.

Natürlich belasten die körperlichen Beeinträchtigungen einer Hauterkrankung die Betroffenen stark, doch die soziale Diskriminierung, die viele Neurodermitiker und andere Hautkranke häufig erleben, erschwert den Umgang mit ihrer Erkrankung zusätzlich. Studien zeigen, dass viele Betroffene die psychischen Belastungen sogar als problematischer wahrnehmen als die kaputte Haut, den Juckreiz oder die Schmerzen.

Viele Hautkranke erleben respektlose Bemerkungen über ihre Haut oder über ihr Aussehen. Sie erfahren Ausgrenzung, die Angst anderer Menschen vor möglicher Ansteckung oder auch Ekelreaktionen.

Als Folge davon ziehen sich Hautkranke öfter als andere Menschen von ihrer Umwelt zurück, werden häufiger depressiv, beschäftigen sich mit Selbstmordgedanken oder versuchen, ihren seelischen Schmerz mit Alkohol zu betäuben.

Wenn der Alltag voller Hürden ist

Hautveränderungen gelten als Makel, Ungepflegtheit oder Nachlässigkeit, während Schönheit und Attraktivität gleichbedeutend mit Akzeptanz und Anerkennung sind. Personen mit einem Hautproblem müssen dies entbehren und haben daher oft ein geringes Selbstwertgefühl. Sie erleben ihre Erkrankung als Stigmatisierung und fühlen sich wegen ihres äußeren Erscheinungsbildes von der Gesellschaft ausgegrenzt.

Besonders Personen, deren Hautveränderungen an Gesicht und Händen erkennbar und kaum zu verstecken sind, leiden schwer. Alltägliche Situationen wie einkaufen oder zur Begrüßung die Hände schütteln, werden als belastend empfunden.

Die Haut des Kranken wird zu seiner Hauptsorge, seine Gedanken kreisen nur noch darum, wie furchtbar das Gesicht, die Hände, der Hals heute wieder aussehen und was das Gegenüber wohl denken mag.

Die genannten Faktoren üben auf Menschen mit Hauterkrankungen einen schweren psychischen Druck aus. Doch wer Ängste und Depressionen entwickelt, setzt seine Heilungskräfte nicht in Gang, sondern verstärkt die Erkrankung oft noch. Der seelische Zustand einer Person kann einen großen Einfluss auf ihre Hauterkrankung haben, auf jeden Fall spielt die Psyche für den Verlauf und die Verarbeitung der Krankheit eine wichtige Rolle.

Ein weiteres Problem ist das Finden geeigneter Kleidung, die die Haut nicht zusätzlich reizt, die betroffenen Hautstellen geschickt verdeckt und gleichzeitig vor Sonne und neugierigen Blicken schützt. Im Sommer ist das Problem besonders gravierend, wenn es warm ist, bewirkt das Schwitzen oft eine zusätzliche Verschlimmerung, da der Schweiß auf den sensiblen Hautstellen brennt und sie reizt.

Xaxiraxi Kleidung für die Haut

Endlich hautfreundliche Kleidung

Da ich einen Groß­teil meines Lebens vergeblich nach dieser Kleidung gesucht habe, fasste ich im Jahr 2015 den Beschluss, diese zu entwickeln und Betroffenen und mir selbst endlich eine gute Alternative anzubieten.

Unter meinem Label Xaxiraxi – Kleidung für jede Haut biete ich seit Frühjahr 2017 Biokleidung an, die die besonderen Anforderungen meiner Zielgruppe nach weichen Baumwollstoffen und hautfreundlicher Verarbeitung perfekt erfüllt.

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